#corona – aktuelle Informationen

Die Corona-Pandemie stellt aktuell jeden von uns täglich vor neue und vielfältige Herausforderungen – im Privaten & Beruflichen. Jeder ist in irgendeiner Weise betroffen – unabhängig davon, ob infiziert oder nicht. Aufgrund der hohen Dynamik des Geschehens ist es zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll, die Lage täglich neu zu betrachten und sich tagesaktuell zu informieren. [Aktualisiert am 25.03.2020]

 

Ziel aller Maßnahmen gegen COVID-19 = rasante Ausbreitung stoppen/verlangsamen

Das oberste Ziel ist aktuell die rasante Geschwindigkeit der Ausbreitung des neuen Corona-Virus COVID-19 zu reduzieren. Aktuell zeigen die Fallzahlen aus Deutschland, dass die Ausbreitung weiterhin exponentiell ansteigt. Breitet sich das Virus uneingeschränkt weiter aus, können in 2-3 Monaten bis zu 10 Millionen Infizierte in Deutschland betroffen sein (Stand: 18.03.2020).

Zitat Prof. Dr. Lothar H. Wieler – Präsident des Robert-Koch-Institutes

“Wenn wir es nicht schaffen, die Kontakte unter den Menschen wirksam und über einige Wochen nachhaltig zu reduzieren, dann ist es möglich, dass wir in 2-3 Monaten bis zu 10 Millionen Infizierte in Deutschland haben – mit einer entsprechenden erheblichen Überlastung des Gesundheitswesens. Wir ALLE können dazu beitragen, dass dieses Zahlen-Szenario nicht wahr wird.

Aber unsere Berechnungen zeigen eben auch, dass es möglich, ist die Erkrankungsfälle durch die Minimierung der Kontakte deutlich zu drücken. Je konsequenter uns das gelingt, desto besser!

Also: Bitte unterstützen Sie die eingeleiteten Maßnahmen: – Halten Sie Abstand. Möglichst mindestens 1,5m. – Versammeln Sie sich nicht. – Bleiben Sie zuhause, wann immer es geht. – Vor allem auch, wenn sie krank sind:  Halten sie die Hygieneregeln ein. – Kümmern sie sich um ihre Nachbarn, wenn diese Unterstützung brauchen. – Wir brauchen jetzt Vernunft und Solidarität. Wenn wir das haben und das umsetzen, dann können wir die Erkrankungszahlen drücken.”

[Quelle: Pressebriefing des RKI von Mittwoch, den 18.03.2020]

Corona Infos Zahnarztpraxis - Dr. Daniela Heints Business Coaching für Zahnärzte
Corona Infos Zahnarztpraxis – Dr. Daniela Heints Business Coaching für Zahnärzte

 

Was kann jeder Einzelne tun? 🦠 💭


Aktuell geht es vor allem darum, die Ausbreitung in der rasanten Geschwindigkeit einzudämmen, um eine Überlastung unseres Gesundheitssystems zu verhindern. 🚑


Hintergrund – warum das so wichtig ist:

In Deutschland gibt es nur ca. 28.000 Intensiv-Betten in den Krankenhäusern (Stand: Mitte März). Die Mehrzahl (bis zu 80%) davon sind auch jetzt schon belegt – durch diverse Erkrankungen. Auch wenn eine der strategischen Maßnahmen die Erhöhung dieser Kapazitäten ist, wird unser Gesundheitssystem die Fälle mit einem schweren Verlauf der Infektion nicht ausreichend versorgen können. Bei einer weiterhin rasanten und exponentiellen Ausbreitung des Corona Virus 🦠 kommt unser Gesundheitssystem in absehbarer Zeit an seine Belastungsgrenze. Dies gilt es zu verhindern.

Gerade bei jungen Menschen mit einem gesunden Immunsystem und auch Kindern kann es sein, dass eine Infektion ohne Symptome verläuft. Hier liegt eine große Gefahr. Sie sind scheinbar nicht “krank” und können als infizierte Personen das Virus weiter verbreiten.

 

Risikogruppen schützen

Zu den Risikogruppen gehören vor allem ältere Menschen sowie alle Personen mit einem schwächeren Immunsystem. Nicht jeder, der nach Außen gesund erscheint, ist dies auch. Ich erinnere mich an einen sportlichen & fitten Kommilitonen aus dem Studium – seine Diabetes-Typ1-Erkrankung hat man ihm nicht angesehen. Und auch nur wenige Vertraute wussten davon. Dies ist nur ein Beispiel von vielen.  Besonders wer nicht zur Risikogruppe gehört, kann (und wird) das Virus weiter verbreiteten – und merkt in 4/5 Fällen nur wenig oder sogar gar nicht, dass er*sie erkrankt ist!

 

Was kann nun jede*r einzelne von uns tun?

Neben den Hygiene-Regeln (Händewaschen, in die Armbeuge niesen, Abstand halten) ist ein freiwilliger Verzicht bzw. Einschränkung aller nicht notwendigen sozialen Kontakte eine der wichtigsten Maßnahmen!

Unser Zusammenhalt, unsere Gemeinschaft und die Unterstützung anderer Personen ist ein wichtiger Beitrag, den wir jetzt leisten können – und müssen.


Konkrete Maßnahmen:

  • nicht notwendige Termine und auch Zahnarzt-/Arztbesuche verschieben
  • soziale Kontakte verändern -> Telefonate, Videochats per Skype/FaceTime statt Besuche
  • nur rausgehen, um dringend notwendige Dinge zu erledigen

Dies wird seitens des Robert-Koch-Institutes seit Wochen empfohlen. Da sich zu viele Menschen dies nicht umgesetzt haben, haben Bund und Länder am Sonntag, den 22.03.2020 in einer gemeinsamen Konferenz die Maßnahmen zur Beschränkung sozialer Kontakte erweitert. [Quelle: Bundesregierung]

 

weitere Maßnahmen

  • Unterstützung für Personen anbieten, die zu den Risikogruppen gehören, z.B. Einkäufe für ältere Menschen (Großeltern, Nachbarn) erledigen
  • mit dem Arbeitgeber mögliche Alternativen besprechen
  • Ruhe bewahren
  • auf die Art der Quellen achten, keine “alternativen Fakten”, Fake News oder Verschwörungstheorien verbreiten

 

empfohlene Quellen

Achten Sie bitte auf die Qualität der Informationen und Medien, die Sie konsumieren/nutzen und auch weiter verbreiten.

  •  tägliches Update/Lagebericht des Robert-Koch-Institutes
  • Pressebriefing des RKI – ab sofort (Stand 23.03.2020) jeden Montag, Mittwoch und Freitag – online z.B. auf dem YouTube-Kanal der Tagesschau. Dort sind auch alle bisherigen Statements einsehbar.
  • Auf Instagram informiert @marc_raschke sehr gut und stets aktuell zu dem Thema.

 

Wirksamkeit der Maßnahmen und Ausblick

Aktuell (Stand: 25.03.2020) ist weiterhin von einem dynamischen Geschehen mit exponentiellen Anstieg der Fallzahlen auszugehen.

Prof. Wieler berichtet am Montag, den 23.03.2020, dass voraussichtlich ab Mittwoch erste Zahlen zur Einschätzung der Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen vorliegen.

 

Update – 25.03.2020

Prof. Lothar H. Wieler, Präsident des RKI, teilt am 25.03.2020 in dem Pressebriefing folgende Informationen/Änderungen mit:

  • Die Fallzahlen nehmen weiterhin zu. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Todesfälle.
  • Es ist weiterhin zu früh um belastbare Aussagen zu den Effekten der Maßnahmen zu treffen.
  • Betonung: wir sind immer noch am Anfang (!) dieser Epidemie. Es ist noch völlig offen, wie sich die Situation weiterhin entwickelt.
Zitat Prof. Lothar H. Wieler:
“Wir haben gerade erst damit begonnen, Corona zu bekämpfen. Wir müssen alle diszipliniert das tun, was wir seit Wochen fordern. Und ich sage auch nochmal, dass wir selber vieles in der Hand haben. Jeder Mensch, jeder Bürger kann etwas gegen die Ausbreitung der Epidemie tun. Nämlich dazu beitragen, dass das Virus sich nicht von einem Menschen auf den Anderen überträgt. (…) Wir alle müssen dazu beitragen. Abstand halten. Wenn man krank ist, zuhause bleiben. Und dann werden wir nach besten Möglichkeiten mit dieser Epidemie umgehen, die unser Gesundheitssystem sicher stressen wird und die noch einige Wochen in unserem Land sein wird.”

 

Was können Sie als Zahnarzt*Zahnärztin tun?

Vor allem als Inhaber einer Zahnarztpraxis tragen Sie aktuell eine große Verantwortung – gegenüber Ihren Mitarbeitern und Patienten.  Darüber hinaus tragen Sie im Falle einer möglichen Infektionsübertragung innerhalb Ihrer Zahnarztpraxis eine hohe Verantwortung gegenüber den Familienmitgliedern/weiteren Kontakten Ihrer Patienten und Mitarbeiter. Besonders die genannten nicht symptomatischen Fälle – also die scheinbar “Gesunden” – sowie die ggf. nicht bekannte Zugehörigkeit einer der Risikogruppen, die besonders geschützt werden sollten, sind über die Kontakte gefährdet.

 

meine Empfehlung / Fazit

Als Inhaber einer Zahnarztpraxis sind Sie in dieser Situation besonders gefordert – als Zahnarzt, als Unternehmer, als Arbeitgeber, als Mensch. Sie tragen die Verantwortung für Ihre Entscheidungen. Wirtschaftlich ist es für die meisten Branchen ein Desaster. Die Krise betrifft alle Wirtschaftszweige. Aktuell ist es am wichtigsten, das Geschehen tagesaktuell zu bewerten und die Geschwindigkeit der Ausbreitung des Corona-Virus COVID-19 einzudämmen. Es wird weitergehen – wie und wann ist heute noch nicht vorherzusagen. Ein positiver Ausblick für die Zahnmedizin ist, dass viele zahnmedizinische Behandlungen bei Wieder-Aufnahme des Praxisbetriebes fortgeführt werden können. Aktuell sehe ich – unter Beachtung des Versorgungsauftrages (welcher in Bayern bereits ausgesetzt wurde)  – den sofortigen Stopp aller verschiebbaren Behandlungen aufgrund der genannten Ziele zur Eindämmung der Ausbreitung als einzig sinnvolle und vertretbare Handlung.

 

mögliche Maßnahme: Kurzarbeit

Eine mögliche und in der Zahnarztpraxis mögliche Option auf die wirtschaftliche Situation zu reagieren, ist Kurzarbeit anzuzeigen. Weitere Informationen dazu finden Sie in dem Beitrag Kurzarbeit in der Zahnarztpraxis

Kurzarbeit in der Zahnarztpraxis
Kurzarbeit in der Zahnarztpraxis

 

[Dies stellt im Übrigen keine Rechtsberatung dar und kann auch keine individuelle für den Einzelfall gültige Rechtsberatung ersetzen. Ebenso handelt es sich nicht um eine offizielle Anweisung.]

 

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alle Beiträge zum Thema Corona Zahnarztpraxis
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